Raus aus dem Abseits - Homosexualität im Sport

"Wissen Sie, die halbe Nationalmannschaft ist angeblich schwul, einschließlich Trainerstab. Das ist doch schon so eine Art Volkssport, das zu verbreiten" - Ein fiktiver Protagonist im "Tatort" im Jahr 2012


Rund fünf Tage nach dem oben angeführten Zitat meldete sich Oliver Bierhoff, seines Zeichens Teammanager der deutschen Fußball Nationalmannschaft zu Wort: "Ich finde es schade und ärgerlich, dass die Prominenz der Nationalelf missbraucht wird, um irgendein Thema zu entwickeln oder einen Scherz zu machen. Das sehe ich immer auch als einen Angriff auf meine Familie - die Familie der Nationalelf."

Der mediale Zerriss folgte kurz darauf. Das Problem der Homophobie ist im Profisport längst kein Unbekanntes mehr, spätestens seit dem Outing des deutschen Ex-Nationalspielers Thomas Hitzelsperger ist der Diskurs in vollem Gange.

Auch wenn, in Zeiten von Conchita Wurst und Co, in unseren Breitengraden Toleranz eine hochgelobte Eigenschaft ist, schwulen- und lesbenfeindliche Ansichten, Sprechchöre und Gesänge gibt es nach wie vor viele.

Auch deshalb gibt es in Wien eine Vielzahl an Sportvereinen für Schwule und Lesben. Doch grenzen diese sich damit nicht selbst aus der Gesellschaft aus? Julia Fritz geht dieser Frage auf den Grund und spricht dafür mit homosexuellen Sportlern, Politikern und Sportfans.

 

Beitrag: Julia Fritz

 

 




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