Max Schmeling und Joe Louis

                                                       Als das Boxen politisch wurde

"Wir schüttelten uns kräftig die Hand. Ich war inzwischen einsichtig genug um zu erkennen, was mit diesem Händedruck besiegelt wurde. Es war viel mehr wert, als ein dritter Kampf, Schmeling gegen Louis. Es war der friedliche Höhepunkt zweier Karrieren, von denen die Eine, ohne die Andere nicht denkbar schien. Ich wollte, alle Menschen auf der Welt, hätten das Kriegsbeil so ehrlich begraben, wie Joe Louis und ich."

- Max Schmeling in seiner Autobiographie "Mein Leben" -


Max Schmeling und Joe Louis gelten bis heute als zwei der größten Rivalen im Boxsport. Schmeling, der als Schwergewichtsweltmeister in den Jahren 1930 und 1931 zum Aushängeschild für Hitlerdeutschland wurde, und Joe Louis, der durch seinen Titelgewinn 1937 als Symbol für die Hoffnungen der Afroamerikanischen Bevölkerung galt.
Ihre beiden Aufeinandertreffen in den Jahren 1936 und 1938, wurden weltweit zum Kräftemessen zwischen dem faschistischen Deutschland, und dem demokratischen Amerika stilisiert.
Die Duelle zwischen Max Schmeling und Joe Louis waren deshalb weit mehr als sportliche Wettkämpfe - es waren Kämpfe zweier Regime, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

 

Pirmin Styrnol erzählt in diesem Ö1-Feature die Geschichte von zwei Boxern, zwei Regimen, zwei Lebenseinstellungen und einer Freundschaft, die trotz aller Widrigkeiten Bestand hatte...

 

Das Radiofeature "Max Schmeling und Joe Louis - Als das Boxen politisch wurde", wurde im März 2014 auf dem Radiosender "Österreich 1", dem Kultursender des ORF, ausgestrahlt und war beispielgebend für die Prämierung der Sendereihe "Moment am Sonntag" mit dem Radiopreis der Erwachsenenbildung in der Kategorie "Beste Sendereihe".

 

Beitrag: Pirmin Styrnol
Musik: Maik Styrnol

 

 

 

 

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